8. Juni 2022

UNO-Maßnahmen gegen Globale Hungerkrise/EU blockiert: Um einer Ausweitung der globalen Hungerkrise vorzubeugen, will die UNO Exporte von Getreide und Dünger aus der Ukraine und Russland und Weißrussland wieder möglich machen. Während Moskau und bis zu einem gewissen Punkt sogar Washington bereit sind, mitzumachen, blockiert die EU – zynischer geht nicht mehr. Es ist “ein selten direkter Affront gegen die Vereinten Nationen. Er zeigt, dass für die EU eine Schwächung gegnerischer Staaten deutlich Vorrang vor der Vermeidung einer Hungerkrise genießt.“
https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8940

Migration: Beim Festival de:lux am 18. Juni in Berlin sind zehn unkonventionelle kleine Dokumentarfilme afrikanischer FilmemacherInnen zur Aus- und Einwanderung zu sehen. Ein Gemeinschaftsprojekt der vier Afrikabüros der Rosa Luxemburg-Stiftung in Tunis, Dakar, Johannesburg und Dar es Salaam.
https://www.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/3XGZV#pk_campaign=adb

Vom Fußballstar zum Rassismustheoretiker: Der in Guadeloupe aufgewachsene Lilian Thuram kam mit seiner Mutter im Alter von neun Jahren nach Paris. Zunächst hatte er sich dort, wenn er in die Schule ging, einfach als Schüler unter SchülerInnen gefühlt. Doch bald “wurde er schwarz“ – als er von manchen KlassenkameradInnen als “dreckiger Schwarzer“ beschimpft wurde. Seither versucht er Rassismus zu verstehen. Seit er – “Rekordspieler der französischen Nationalmannschaft, Weltmeister 1998, Europameister 2000“ usw. – seine Fußballschuhe 2008 an den Nagel gehängt hat, hat er eine Stiftung “Éducation contre le racisme, pour l’égalité“ (Bildung gegen Rassismus, für Gleichheit) gegründet und Bezug nehmend auf Frantz Fanon, Aimé Césaire, James Baldwin, Maya Angelou, Toni Morrison, Achille Mbembe u.a.m. Bücher geschrieben, um “eingeschliffene Denkstrukturen zu hinterfragen, um so das Fundament für »neue Solidaritäten« zu legen“.
https://www.jungewelt.de/artikel/428069.rassismus-da-bin-ich-schwarz-geworden.html

Kongo-Kinshasa: Der in Kinshasa weilende belgische König Philippe hat eine geraubte Maske der Suku, die im Africa Museum Tervuren in Brüssel ausgestellt war, an die Demokratische Republik Kongo zurückgegeben. Belgien hat 2021 angekündigt, “etliche nicht legal erworbene Kunstwerke aus seinem Besitz zurückzugeben“ – nicht alle also, aber immerhin: etliche.
https://www.orf.at/#/stories/3270159/




7. Juni 2022

Mali: ECOWAS – für die die Rückkehr zu Demokratie und Wahlen ganz offensichtlich der Wert ist, der alle anderen dominiert – wollte, dass Bamako die Transitionszeit auf 16 Monate beschränkt, nachdem die Junta ursprünglich 5 Jahre angekündigt hatte. Nun sind es 2 Jahre geworden – ein diesbezügliches Dekret des Präsidenten Assimi Goïta wurde gestern Montag im staatlichen Fernsehen verlesen.
https://www.orf.at/#/stories/3269828/